Votivgebete

Eine besonders in der katholischen Kirche verbreitete Form des Gebets, ist das so genannte Votivgebet, das seinen festen Platz in der kirchlichen Liturgie einnimmt.

Was ist ein Votivgebet?

Bei Votivgebeten handelt es sich um eine spezielle Form von Gebeten, die in der katholischen Kirche für besondere Anliegen verrichtet werden. Das Wort „Votiv“ kommt vom lateinischen Begriff „votum“ und lässt sich hier mit „Anliegen“ übersetzen. Das Votivgebet wird als Bitte in einer Notsituation oder als Dank für Gebetserhörungen an die Muttergottes Maria oder an einen bestimmten Heiligen gerichtet. Es können hierzu sowohl frei formulierte oder vorgefertigte Gebetstexte verwendet werden.


Was sind Votivkerzen?

Bekannt sind auch die Votivkerzen (Opferkerzen, Opferlicht), die häufig mit einem christlichen Motiv versehen sind, wie z.B. einer Darstellung der Gottesmutter, bestimmter Heiligen, Engel oder Jesus. Sie werden als Bitte um Hilfe in einer Notlage oder zum Dank für die erwiesene Hilfe zu Ehren der Muttergottes oder eines bestimmten anderen Heiligen entzündet. Die Kerzen können sowohl daheim als auch in der Kirche außerhalb der Liturgie vor einem Marien- oder anderen Heiligenbild aufgestellt werden. Besonders beliebt sind solche Kerzen an Wallfahrtsorten. Das brennende Licht ist ein Symbol für die Herrlichkeit Gottes, an den das Gebet gerichtet ist und drückt zugleich die Verehrung, den Dank und die Bitte aus, die zu ihm aufsteigen.


Exkurs: Votivmesse

Bei der Votivmesse (lat. missa votiva) handelt es sich in der katholischen Liturgie um eine spezielle heilige Messe, die mit einer besonderen Intention gefeiert wird. Die Anliegen solcher Messen können unterschiedlich sein, wie z.B. besonderes Gedenken für Verstorbene (als Totenmesse), um Genesung von erkrankten Personen, gegen Krieg oder um das Gelingen einer Pilgerreise.

Historisch sind Votivmessen schon in der Spätantike belegt und finden sich bereits im Sacramentarium Leonianum aus dem 7. Jahrhundert. Ab dem Frühmittelalter wurden sie bei den Gläubigen immer beliebter, da man ihnen eine besondere „Wirksamkeit“ zuschrieb. Als älteste Form der Votivmesse gilt die Totenmesse, um für das Seelenheil des Verstorbenen zu beten. Dann folgten weitere Anlass bezogene Messen wie zur Hervorhebung von Glaubensgeheimnissen (zu Ehren des Heiligen Geistes oder zum Heiligsten Herzen Jesu) oder Messen zu Ehren der seligen Jungfrau Maria, der Engel oder bestimmter Heiliger.


Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche
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Quellen:

  • Braun, Joseph: Liturgisches Handlexikon; München ²1924, S. 364f.
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Letzte Aktualisierung am 15.12.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API