Versuchungen im Gebet

Zu den Schwierigkeiten beim Gebet gehören auch die Versuchungen, die selbst verschuldet oder ohne eigenes Zutun aufkommen können.


Arten von Versuchungen

Es gibt unterschiedliche Arten von Versuchungen, die uns während des Gebets überkommen können und die es entsprechend zu bekämpfen gilt:

selbst verschuldete Versuchungen

Wer sich nicht beherrschen kann und sich aus Neugierde alles anschaut (z.B. Sex & Crime, oder falsche philosophische und theologische Lehren) – sei es im Internet oder Fernsehen, in Zeitschriften, beim Gang durch die Straßen usw. – derjenige ist natürlich voll von Reizen, die ihn verfolgen und begleiten. Während der Gebetszeiten kommen diese Eindrücke natürlich alle wieder hoch. Natürlich lassen sich ungewollte Blicke nicht immer vermeiden, aber es geht hier um die grundsätzliche Einstellung.


Gebetsversuchungen

Eine weitere Art der Versuchung während des Gebets, ist jene zu glauben, man sei bereits weit fortgeschritten im geistlichen Leben, weil wir vielleicht das eine oder andere intensive Erlebnis hatten und meinen fromm zu sein, weil es uns andere sagen. Diese Mahnung gilt besonders für Anfänger, sich hier keiner Illusion hinzugeben. Die Ursache dieser Versuchung ist Stolz und Eitelkeit. Als Gegenmittel hilft nur, wenn wir uns in Demut üben und uns klar machen, dass wir vor Gott nichts sind.


unverschuldete sinnliche Versuchungen

Den unverschuldeten Versuchungen sinnlicher Art, die uns während des Gebets befallen können.
Diese Versuchungen äußern sich im Aufkommen von sündhaften Gedanken, die Unkeuschheit, Neid, Gewalt und ähnliches zum Inhalt haben können. Sie sprechen in der Regel unsere niederen Triebe an. Um sie zu bekämpfen, gehen wir ihnen nicht nach, sondern ignorieren sie ganz einfach. Wir geben ihnen so wenig Raum, wie nur irgendwie möglich. Je mehr wir uns auf sie einlassen und uns über sie ärgern, desto mehr ergreifen sie Besitz von uns.


unverschuldete geistige Versuchungen

Die unverschuldeten geistigen Versuchungen umfassen alle Anfechtungen, die auf unseren Glauben abzielen. Glaubenszweifel sind nicht verboten, sondern ganz normal. Jedoch sollten wir uns nicht darin verlieren. Besonders der Zweifel an der Liebe zu Gott kann sehr belastend sein. Beim Aufkommen von solchen Glaubenszweifeln während des Gebets sollten wir einfach im Gebet verweilen und diesen Zweifeln bewusste Glaubensakte entgegensetzen, sei es u.a. durch Niederknien vor Gott, Konzentration auf die Gebetsworte oder kurzen Stoßgebeten (z.B. „O Herr, nimm meine Zweifel hin und verwandle Du sie in Glauben!“ oder „Ich glaube an Deine Gegenwart“).

Wichtig! Wer sich wirklich bewusst ist, dass er in eine während des Gebets in eine Versuchung eingewilligt hat, sollte dieses Schwachwerden natürlich bereuen und in der nächsten Beichte aufrichtig bekennen. Wer sich nicht sicher ist, ob er der Versuchung erlegen ist, hat auch nicht bewusst eingewilligt. Ist man jedoch schwach geworden, dann darf man nicht den Fehler begehen und sich diesbezüglich von Selbstvorwürfen zermürben zu lassen, sondern es gilt vielmehr sofort wieder aufzustehen und neu zu beginnen, als ob nichts gewesen wäre, denn sonst hat geht diese Runde an den Feind.

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Quellen:

  • Buob, Hans: Tür nach Innen. Wege zum Inneren Gebet; Hochaltingen 2001, S. 37ff.

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