Unterscheidung der Geister

Bei der Unterscheidung der Geister geht es um die Beurteilung jener Kräfte, die hinter einem Ereignis oder einer Situation stehen. Es gilt zu erkennen, ob der Heilige Geist oder aber der Böse Geist als Urheber dahinter steht. Mit dieser Erkenntnis kann ich dann eine Entscheidung dahingehend treffen, dass ich dem Willen Gottes diene.

Was heißt Unterscheidung der Geister?

Unterscheidung der Geister
Unterscheidung der Geister
Jeder Christ, der sich in die Nachfolge Jesu begibt und ein Leben nach seinen Geboten führen möchte, muss sich mit der Unterscheidung der Geister auseinandersetzen. Er muss lernen seine inneren Impulse (Gefühlsregungen, Gedanken und Prophetien) zu unterscheiden in jene die von Gott sind und uns ihm näher bringen sowie in diejenigen, die vom falschen Geist oder aus uns selbst kommen und uns von Gott wegführen. Bei dieser Unterscheidung der Geister geht es um die Differenzierung zwischen dem wirklich Guten vom scheinbar Besseren. Somit handelt es sich hierbei weniger um eine Unterscheidung, die sich nach reinen Vernunftsgründen richtet, sondern es geht vielmehr um die Erkenntnis des Willens Gottes für uns, also um ein „geistliches Gespür“, was für uns richtig oder falsch ist. Denn mit dem scheinbar Besseren sollen wir nur vom Guten abgebracht werden. Am Beginn eines geistlichen Lebens ist es zuerst schwer diese Differenzierung vorzunehmen, während wir mit einem zunehmenden Wachstum im geistlichen Leben den richtigen vom falschen Geist zu unterscheiden lernen. Auch gibt es einige Menschen, die über eine besondere Begabung zur Unterscheidung der Geister besitzen, die der heilige Apostel Paulus zu den besonderen Gaben des Heiligen Geistes (vgl. 1 Kor 12, 8-10 EU) zählt.
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Der Hymnus „Veni creator Spiritus“ als Gregorianischer Choral zum Anhören


Verschiedene Quellen für innere Impulse

Nach den Exerzitien (Geistliche Übungen) des Hl. Ignatius von Loyola gibt es drei unterschiedliche Quellen für alle inneren Impulse:

  1. Gott
  2. Böser Geist
  3. Ich selbst

Sofern die Impulse nicht durch uns selbst kommen, handelt entweder Gott durch uns oder aber der falsche Geist benutzt unsere individuellen Eigenschaften, um uns von Gott abzubringen (z.B. kann uns der böse Geist zu Übertreibungen bei Gebet und Askese verführen, die uns letztlich aber die Kraft für ein ausgeglichenes geistliches Leben rauben und auf diese Weise anfälliger für die Sünde machen usw.).


Der geistliche Kampf
Geistliche Übungen

Heiliger Geist vs. Falscher Geist

Anhand welcher Merkmale erkennen wir, wann es sich um den echten heiligen Geist handelt und wann uns der falsche Geist Einflüsterungen gibt? Ein Überblick zu den Merkmalen und Anzeichen, die als Unterscheidungskriterien herangezogen werden können:

Heiliger Geist: 

» Demut & Selbstverleugnung,
» Einheit,
» Ermutigung,
» Frieden,
» Freude / Fröhlichkeit,
» Geduld,
» Gehorsam,
» heilige Sehnsucht,
» Lebendigkeit,
» Liebe,
» Milde & Güte,
» Ordnung,
» Ruhe,
» Sanftmut,
» Selbsthingabe,
» Stärkung,
» Treue,
» Trost,
» Vertrauen
» Wahrhaftigkeit,

Falscher Geist: 

» Angst,
» Beunruhigung,
» Chaos & Verwirrung,
» Eitelkeit, Stolz & falsche Demut,
» Ich-Betonung,
» Lüge,
» Misstrauen,
» Störungen in der Beziehung zu Gott und den Mitmenschen,
» Streit,
» Trotz & Widerspenstigkeit,
» Ungehorsam,
» Undurchsichtigkeit,
» Unfrieden,
» Unordnung,
» Unruhe,
» Willensverhärtung,
» Zwietracht & Spaltung


Maßstäbe & Hilfsmittel zur Unterscheidung der Geister

Um die Geister scheiden zu können, gilt es verschiedene Maßstäbe anzusetzen:

  1. Grundhaltung des Dienens in allen Dingen: Haben wir die Bereitschaft zum Dienen bzw. ist diese Dienstbereitschaft beim Anderen gegeben?
  2. Einsatz des gesunden Menschenverstandes: Sind die Entscheidungen, Worte und Taten vernunftgemäß? Gott hat uns die Gabe der Vernunft geschenkt, damit wir sie recht gebrauchen. Der Geist Gottes handelt nicht gegen die menschliche Vernunft oder gegen die Naturgesetze.
  3. Gottes Geist führt zu Christus und zur Kirche: Alle Taten bzw. Worte, die vom Hl. Geist inspiriert sind, führen immer zu Christus und einer tieferen Liebe zu seiner Kirche (samt ihren Lehren). Der Geist Gottes macht uns zudem hellhörig für die Sünde. Er führt zu Vergebung und Versöhnung und gibt uns Anstöße zum Tätig-Werden in unseren Pflichten sowie im geistlichen Leben.
  4. Heilige Schrift & kirchliche Lehre als Basis: Sind Taten und Worten in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes und dem überlieferten Glauben der Kirche? Der Geist Gottes handelt nie gegen göttliche Gesetze (10 Gebote, Kirchengebote usw.).
  5. Rückgriff auf die geistliche Erfahrung großer Heiliger: Würden andere glaubwürdige Christen auch so handeln?
  6. Betrachtung der möglichen Früchte: Welche Früchte verursachen unsere Entscheidungen, Worte und Taten? An den Früchten erkennen wir ihren Urheber. Die vom Hl. Geist inspirierten Worte und Taten dienen immer dem Aufbau der Gemeinde und des Reiches Gottes. Die Früchte des hl. Geistes sind Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Gal 5,22).
  7. Personale Reaktionen: Bei Entscheidungen, die vom Geist Gottes inspiriert sind spüren wir Freude, Friede, Ruhe, Trost, Offenheit, Kraft und Freiheit. Der Geist Gottes setzt uns nicht unter Druck, er lässt uns wachsen und reifen. Er führt uns außerdem auf einen geraden und einsichtigen Weg.
  8. Auswirkungen im Alltag: Ob jemand aus dem Geist Gottes lebt, erkennen wir auch daran, ob er/sie seine Pflichten in Beruf, Familie und Gesellschaft mit Sorgfalt wahrnimmt, also ein vorbildliches Leben in den verschiedenen Lebensbereichen lebt.

Eine schöne Übersicht mit Kriterien zur Unterscheidung der Geister findet sich im Lehrbrief des Katholischen Evangelisationswerkes Regensburg e.V.: Kriterien zur Unterscheidung der Geister.


Weitere Hilfsmittel, um in der Unterscheidung der Geister zu wachsen, sind folgende:

  • Tägliches Gebet,
  • Anrufung des Heiligen Geistes vor wichtigen Entscheidungen mittels Gebet (Heilig-Geist-Gebete),
  • Fasten,
  • Regelmäßiger Empfang der Sakramente (Eucharistie und Beichte)
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Quellen:

  • Buob, Hans: Die Gabe der Unterscheidung der Geister; Fremdingen 2006.
  • Deneke, Bernward: Die Unterscheidung der Geister, In: Das Portal zur katholischen Geisteswelt, URL: http://www.kath-info.de/unterscheidung.html (abgerufen am 13.11.2020)
  • Scupoli, Lorenzo: Der geistliche Kampf; Rex Regum Verlag, 2002 (Neuauflage).
  • von Loyola, Ignatius: Die Exerzitien. Übertragen von Hans Urs von Balthasar; Freiburg im Breisgau ¹²1999.
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Letzte Aktualisierung am 14.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API