Hl. Thomas von Aquin

Zu den größten Heiligen der katholischen Kirche gehört der Dominikaner Thomas von Aquin (auch als „Aquinate“ sowie mit den Ehrentiteln „Doctor communis“ und „Doctor Angelicus“ bezeichnet). Er ist einer der einflussreichsten Philosophen bzw. Theologen der Geschichte und gilt als bedeutendster Kirchenlehrer überhaupt. Als einziger Theologe wird er in den Beschlüssen des Konzils von Trient (1545-1563) namentlich erwähnt.


Portrait: Heiliger Thomas von Aquin

Wer war der hl. Thomas von Aquin?

Thomas wurde im Jahr 1225 als jüngster Sohn des Grafen Landolf von Aquino auf Sizilien geboren. Bereits 1230 geben seine Eltern Thomas zur Erziehung in das berühmten Benediktinerkloster Monte Cassino. Im Jahr 1239 nahm er dann das Studium Generale an der Universität von Neapel auf und trat dort im April 1244 dem Dominikanerorden bei. Seine Familie hatte andere Pläne mit ihm und versuchte dies zu verhindern, was in einer Entführung durch seinen Bruder mündete. Dabei wurde er über ein Jahr lang festgehalten. In den Jahre von 1245 bis 1248 studierte er in Paris bei Albertus Magnus und folgte diesem 1248 nach Köln, wo er bis 1252 blieb. Vermutlich wurde er in dieser Zeit zum Priester geweiht. Im Jahr 1257 wurde er Paris zum Doktor promoviert und fing an Vorlesungen an der Sorbonne zu halten. Thomas war 1261 als Konventslektor in Orvieto tätig und schrieb in dieser Zeit die „Summa contra Gentiles“. Papst Urban IV. beauftragte ihn 1262/63 mit der Glossierung der Evangelien in Form einer Sammlung exegetischer Zitate der Kirchenväter. In den Jahren von 1265 bis 1268 weilte Thomas in Rom, wo er für die römische Provinz der Dominikaner ein Studium Generale aufbaute und mit dem Verfassen von theologischen Schriften beschäftigt war. Er begann hier mit der Abfassung seines Hauptwerkes, der „Summa theologiae“. Insgesamt hat Thomas im Laufe seines Lebens mehr als 80 Schriften verfasst. Wegen philosophischer Kontroversen erfolgte 1269 eine zeitweise Rückkehr nach Paris, wo er die aristotelische Philosophie verteidigt und die Anhänger der Lehren von Averroes bekämpft. Im Jahr 1272 wurde er dann zum Leiter des Generalstudiums seines Ordens in Neapel berufen. Auf der Reise zum Konzil von Lyon verstirbt Thomas schließlich im Jahr 1274 in Fossanova.
Am 18. Juli 1323 wurde Thomas von Aquin durch Papst Johannes XXII. heiliggesprochen und im Jahr 1567 zum Kirchenlehrer erhoben. Seinen Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 28. Januar. In der Ikonographie wird der hl. Thomas mit Sonne, Stern, Edelstein, Taube oder Monstranz als Attributen dargestellt. Er gilt zudem als Patron der Wissenschaft, Schulen und Hochschulen, der Theologen, Philosophen, Studenten, Buchhändler, Bleistiftfabrikanten und Bierbrauer. Ebenfalls wird er gegen Blitz, Unwetter und Sturm, für Keuschheit und Reinheit angerufen.


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Gebet um die Reinheit

Mein lieber Jesus! Ich weiß ganz wohl, dass jedes vollkommene Geschenk, und mehr als jedes andere, das der Keuschheit, von dem überaus mächtigen Einfluss deiner Gnade abhängt, und dass ohne dich kein Geschöpf etwas vermag. Darum bitte ich dich, du wollest mit deiner Gnade die Keuschheit und Reinheit, sowohl meiner Seele als auch meines Leibes verteidigen. Und sollte ich etwa irgendeinen sinnlichen Eindruck in mich aufgenommen haben, der die Keuschheit und Reinheit beflecken könnte, so verbanne du, o höchster Herr aller meiner Seelenkräfte, denselben von mir, damit ich mit unbeflecktem Herzen in deiner Liebe und in deinem Dienste voranschreite, indem ich mich alle Tage meines Lebens keusch auf den reinsten Altären deiner Gottheit aufopfere.
Amen.


Gebet um ein gutes Studium

Schöpfer des Alls, unaussprechlich heiliger Gott: Aus den Schätzen Deiner ewigen Weisheit hast Du drei Hierarchien Engel bestellt und sie in wunderbarer Ordnung über den strahlenden Himmel gesetzt. Du hast die Teile des sichtbaren Alls in unübertrefflicher Feinheit geordnet. Wahrer Quell des Lichtes und der Weisheit, erhabener Ursprung allen Seins:
Lass gnädig einen Strahl Deiner Klarheit in das Dunkel meines Verstandes dringen und nimm von mir die zweifache Finsternis, in der ich geboren bin: die Sünde und die Unwissenheit.
Gib mir Scharfsinn zum Begreifen, gutes Gedächtnis zum Behalten, Fähigkeit zum rechten und gründlichen Erfassen, Feinheit und Genauigkeit im Erklären, Fülle und Anmut im Ausdruck.
Lehre den Anfang, lenke den Fortgang, führe zur Vollendung, Du wahrer Gott und Mensch, der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Gebet für das himmlische Leben

Ich flehe Dich an, Gott allen Trostes, der Du in uns nur das wahrnehmen willst, was Du selbst uns gegeben hast, dass Du mich nach diesem irdischen Leben der Kenntnis der reinen Wahrheit und des Genusses der göttlichen Majestät würdigen mögest.

Verleihe auch dann, o großmütiger Belohner, meinem Leibe: leuchtende Schönheit, rasche Beweglichkeit, angemessene Gewandtheit, genaue Anpassungsfähigkeit, unwandelbare Stärke.

Füge diesem noch hinzu: den Überfluss Deiner Reichtümer, den Erguss Deiner Entzückungen, den Zustrom Deiner Güter, auf dass mir zur Freude seien: über mir Deine Tröstungen, unter mir die ergötzlichen Orte , an mir die verklärte Seele und der verklärte Leib, um mich die köstliche Gemeinschaft der Engel und Seligen.

Möge in Deiner Nähe, gütigster Vater, mein Geist die Erleuchtung der Weisheit empfangen, meine Begierde die erwünschte Verfeinerung, meine Kraft den Siegesruhm: hier, bei Dir, allen Gefahren entrückt, in wunderbarer Behausung, in voller Eintracht aller Willensstrebungen; hier, wo vereint sind: die Heiterkeit des Frühlings, der Glanz des Sommers, die Fruchtbarkeit des Herbstes und die Geruhsamkeit des Winters.

Schenke mir, mein Herr und Gott, das Leben ohne Tod, die Freude ohne Kummer, dort, wo höchste Freiheit ist, freie Sicherheit, sichere Ruhe, ruhiges Glück, glückliche Ewigkeit, ewige Seligkeit, selige Anschauung und das Lob Gottes.

Amen.


Heiliger Thomas von Aquin - Kirchenlehrer


Gebet: Ich lobe, rühme und preise dich

Ich lobe, rühme und preise dich, mein Gott,
weil du mir so unermessliche Wohltaten erwiesen hast,
obwohl ich selbst deren unwürdig bin.

Ich lobe deine Milde: lange wartest du auf mich,
deine wohlwollende Freundlichkeit: wenn ich mich verstelle, rügst du mich,
deine väterliche Liebe: du rufst mich,
deine Gutmütigkeit: du nimmst mich auf,
deine Barmherzigkeit: du vergibst mir meine Sünden,
deine Güte: über meine Verdienste hinaus setzt du dich für mich ein,
dass du dich herabneigst: du tröstest mich,
deine Geduld: meines Unrechts gedenkst du nicht,
deine Ewigkeit: du erhälst mich,
deine Wahrheit: du schenkst mir Lohn.

Was soll ich sagen, mein Gott, über deine unaussprechliche Freigebigkeit?
Denn du rufst mich, wenn ich fliehe,
nimmst mich auf, wenn ich zurückkehre,
stützt mich, wenn ich schwanke,
erfüllst mich mit Freude, wenn ich verzweifle,
treibst mich an, wenn ich gleichgültig bin,
gibst mir Waffen, wenn ich kämpfe,
schenkst mit die Krone, wenn ich den Sieg erlange.

Als Sünder verschmähst du mich nicht, wenn ich Buße getan habe,
des Unrechts gedenkst du nicht mehr,
aus vielen Gefahren befreist du,
zur Buße erweichst du das Herz.

Du erschreckst mit Strafen,
lockst mit Verheißungen,
züchtigst mit Geißeln,
behütest durch den Dienst deine Engel.
Die zeitlichen Güter reichst du dar,
die ewigen bewahrst du uns auf.
Du ermahnst mit der Würde der Schöpfung,
du lädst ein durch die Milde der Erlösung,
du verheißt den Preis ewigen Lohns.

Für dies alles kann ich dich nicht genügend loben.
Deiner Herrlichkeit danke ich
für das reiche Übermaß deiner unermesslichen Güte.
Immer mögest du mir die Gnade vervielfältigen,
die vervielfältigte Gnade bewahren
und die bewahrte Gnade lohnen.


Gebet: Über alle Worte erhabener Schöpfer

Über alle Worte erhabener Schöpfer, du hast aus den Schätzen deiner Weisheit drei Ordnungen der Engel bestimmt und ihnen über dem Ätherhimmel in wunderbarer Ordnung einen Platz gegeben und die Teile des Universums in höchster Harmonie geordnet.

Du, so sage ich, der du die wahre Quelle des Lichtes und der Weisheit und der überragende Ursprung genannt wirst, du wollest über die Dunkelheiten meines Verstandes den Strahl deiner Klarheit ergießen und von mir die doppelte Dunkelheit nehmen, in der ich geboren bin, nämlich die Sünde und die Unwissenheit.
Du, der du die Zungen der Kinder beredt machst, mögest meine Zunge formen und durch deinen Segen Anmut auf meine Lippen ausgießen.

Schenke mir beim Erkennen Scharfsinn,
beim Behalten Merkfähigkeit,
beim Hinzulernen Weite und Leichtigkeit,
beim Interpretieren feines Gespür
und beim Formulieren die Gnade, mühelos die rechten Worte zu finden.

Du mögest dem Beginn die rechte Grundlage schenken,
den Fortgang lenken
und den Ausgang vollenden.
Du, der du wahrer Gott und Mensch bist und der du lebst und herrschst in Ewigkeit.


Gebet: Allmächtiger Gott, gewähre mir die Gnade

Allmächtiger Gott, gewähre mir die Gnade,
glühend zu ersehnen, was wohlgefällig ist vor dir,
es mit Weisheit zu erforschen,
in Wahrheit zu erkennen und vollkommen zu erfüllen.
Ordne meinen Lebensweg zu Lob und Ehre deines Namens.
Lass mich deinen Willen erkennen und erfüllen,
so wie es sich gebührt und meiner Seele Segen bringt.
Lass mich in Glück und Unglück treu zu dir stehen,
im Glück demütig, im Unglück stark und ungebeugt.
Nur was zu dir mich führt, soll meine Freude sein;
nur was von dir mich trennt, soll mich betrüben.

Gib, dass ich niemand zu gefallen suche
und keinem zu missfallen fürchte als dir allen.

Was vergänglich ist, o Herr, das sei gering in meinen Augen;
doch kostbar sei mir alles, was dein ist, um deinetwillen;
und über alles andere sollst du selbst mir kostbar sein, o Herr, mein Gott.
Jede Freude ohne dich sei mir zuwider;
lass mich nichts suchen als dich allein.
Für dich zu arbeiten, sei meine Freude,
und eine Ruhe ohne dich sei eine Last.

Gib, das ich oft mein Herz zu dir erhebe
und mit Reue und erneutem Vorsatz Sühne leiste, wenn ich gefehlt.
Lass mich gehorsam sein ohne Widerspruch,
arm im Geiste ohne Niedrigkeit der Gesinnung,
rein ohne Flecken,
geduldig ohne Klage,
demütig ohne Verstelllung,
froh ohne Maßlosigkeit,
traurig ohne Kleinmut,
ernst ohne Anmaßung,
rührig ohne Oberflächlichkeit,
wahrhaft ohne Trug.
Lass mich Gutes tun ohne Überheblichkeit.

Lass mich den Nächsten ermahnen ohne Hochmut
und ihn erbauen in Wort und Beispiel ohne Falschheit.

Gib mir, o Herr, ein wachsames Herz, das kein leichtfertiger Gedanke von dir ablenkt,
ein edles Herz, das keine unwürdige Leidenschaft erniedrigt,
ein gerades und aufrechtes Herz, das kein gemeines Streben auf Abwege führen kann,
ein starkes Herz, das keine Trübsal beugt,
ein freies Herz, das sich von keine bösen Macht beherrschen lässt.

Schenk mir, o Gott, Verstand, der dich erkennt,
Eifer, der dich sucht,
Weisheit, die dich findet,
einen Wandel, der dir gefällt,
Beharrlichkeit, die gläubig dich erwartet,
Vertrauen, das am Ende dich umfängt.

Lass mich, o Herr, deine Strafen hienieden tragen im Geist der Buße
und deine Wohltaten recht gebrauchen durch seine Gnade.

Lass mich deine Freude einst im Vaterland genießen
durch deine Herrlichkeit, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.


Gebet: Zu dir, du Quelle der Barmherzigkeit

Hl. Thomas von Aquin - Doctor Angelicus
Hl. Thomas von Aquin – Doctor Angelicus

Zu dir, du Quelle der Barmherzigkeit, Gott, komme ich Sünder.
Du wollest mich Unreinen waschen.
Du Sonne der Gerechtigkeit, erleuchte mich Blinden.
Du ewiger Gott, Arzt, heile mich Verwundeten.
Du König der Könige, bekleide mich Entwaffneten.
Du guter Hirt, fürher mich Irrenden zurück auf den Weg.

Schenke, Gott, mir Elendem Barmherzigkeit,
mir Schuldigem Nachsicht,
mir Totem Leben,
mir Frevelndem Rechtfertigung,
mir Verhärtetem die Salbung der Gnade.

O Mildester, rufe mich zurück, wenn ich fliehe,
ziehe mich, wenn ich Widerstand leiste,
richte mich auf, wenn ich falle,
halte mich, wenn ich stehe,
führe mich, wenn ich gehe,
vergiss mich nicht, wenn ich dich vergesse,
verlass mich nicht, wenn ich dich verlasse,
verschmähe mich nicht, wenn ich sündige.
Denn durch mein Sündigen habe ich dich, meinen Gott, gekränkt,
meinen Nächsten verletzt,
auch mich selbst verwundet.

Ich habe gesündigt, mein Gott,
durch Schwachheit gegen dich, allmächtiger Vater,
durch Unwissenheit gegen dich, weiser Sohn,
durch Bosheit gegen dich, milder Heiliger Geist,
mit all diesem habe ich dich, erhabene Dreieinigkeit gekränkt.

Wehe mir Elendem, wie viele und schwere Vergehen habe ich begangen!
Was habe ich angerichtet!
Dich, Herr, habe ich verlassen,
über deine Güte habe ich Klage erhoben,
weil ungerechter Liebeseifer mich befiel,
unrechte Furcht mich beugte,
so dass ich lieber dich verlieren, als die geliebten Güter entbehren wollte,
lieber dich kränken wollte, als es zu unterlassen,
gegen das, was ich fürchtete, anzukämpfen.

O mein Gott, wie sehr habe ich mit Wort und Tat geschadet!
Im Verborgenen, aber auch offen und trotzig habe ich gesündigt.
Daher flehe ich für meine Gebrechlichkeit:
Schau nicht auf meine Bosheit, sondern auf deine unendliche Gutheit.
Erlass mir in Milde, was ich verschuldet habe,
schenke mir, dass ich über das Vergangene Schmerz empfinde
und mich in Zukunft in wirksamer Weise in acht nehme.


Heiliger Thomas von Aquin - Eucharistische Hymnen


Eucharistische Hymnen / Gebete

Die eucharistischen Hymnen wurde anlässlich der Einführung des Hochfestes Fronleichnam (Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi) durch Papst Urban IV. von Thomas von Aquin verfasst.

Adoro te devote (Gottheit tief verborgen)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=-xs67InkZ3A

Adoro Te Devote“ als Gregorianischer Choral zum Anhören

Deutsch:

Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir,
doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.
Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an;
er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.

Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz,
hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz.
Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier;
wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu dir.

Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: “Du mein Herr und Gott!”
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester lass die Hoffnung, treu die Liebe sein.

Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod!
Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot.
Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du,
dass er deine Wonnen koste immerzu.

Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein;
wasch in deinem Blute mich von Sünden rein.
Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld,
bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld.

Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht,
stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht:
lass die Schleier fallen einst in deinem Licht,
dass ich selig schaue, Herr, dein Angesicht.

Amen.

Latein:

Adoro te devote, latens Deitas,
Quae sub his figuris vere latitas
Tibi se cor meum totum subiicit,
Quia te contemplans totum deficit.

Visus, tactus, gustus in te fallitur,
Sed auditu solo tuto creditur.
Credo quidquid dixit Dei Filius:
Nil hoc verbo Veritatis verius.

In cruce latebat sola Deitas,
At hic latet simul et humanitas;
Ambo tamen credens atque confitens,
Peto quod petivit latro paenitens.

Plagas, sicut Thomas, non intueor;
Deum tamen meum te confiteor.
Fac me tibi semper magis credere,
In te spem habere, te diligere.

O memoriale mortis Domini!
Panis vivus, vitam praestans homini!
Praesta meae menti de te vivere
Et te illi semper dulce sapere.

Pie pellicane, Iesu Domine,
Me immundum munda tuo sanguine.
Cuius una stilla salvum facere
Totum mundum quit ab omni scelere.

Iesu, quem velatum nunc aspicio,
Oro fiat illud quod tam sitio;
Ut te revelata cernens facie
Visu sim beatus tuae gloriae.

Amen.


Pange lingua (Preise, Zunge, das Geheimnis)

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Video-Link: https://youtu.be/DnrOwiYqTcc

Pange Lingua“ als Gregorianischer Choral zum Anhören

Deutsch:

Das Geheimnis laßt uns künden,
das uns Gott im Zeichen bot:
Jesu Leib, für unsre Sünden
hingegeben in den Tod,
Jesu Blut, in dem wir finden
Heil und Rettung aus der Not.

Von Maria uns geboren,
ward Gott Sohn uns Menschen gleich,
kam zu suchen, was verloren,
sprach das Wort vom Himmelreich,
hat den Seinen zugeschworen:
Allezeit bin ich bei euch.

Auf geheimnisvolle Weise
macht er dies Versprechen wahr;
als er in der Jünger Kreise
bei dem Osterlamme war,
gab in Brot und Wein zur Speise
sich der Herr den Seinen dar.

Gottes Wort, ins Fleisch gekommen,
wandelt durch sein Wort den Wein
und das Brot zum Mahl der Frommen,
lädt auch die Verlornen ein.
Der Verstand verstummt beklommen,
nur das Herz begreift´s allein.

Gott ist nah in diesem Zeichen:
knieet hin und betet an.
Das Gesetz der Furcht muss weichen,
da der neue Bund begann;
Mahl der Liebe ohnegleichen:
nehmt im Glauben teil daran.

Gott dem Vater und dem Sohne
singe Lob, du Christenheit;
auch dem Geist auf gleichem Throne
sei der Lobgesang geweiht.
Bringet Gott im Jubeltone
Ehre, Ruhm und Herrlichkeit. Amen.

Latein:

Pange, lingua, gloriósi
córporis mystérium,
sanguinísque pretiósi,
quem in mundi prétium
fructus ventris generósi
Rex effúdit géntium.

Nobis datus, nobis natus
ex intácta Vírgine,
et in mundo conversátus,
sparso verbi sémine,
sui moras incolátus
miro clausit órdine.

In suprémae nocte cenae
recúmbens cum frátribus,
observáta lege plene
cibis in legálibus,
cibum turbae duodénae
se dat suis mánibus.

Verbum caro panem verum
verbo carnem éfficit,
fitque sanguis Christi merum,
et, si sensus déficit,
ad firmándum cor sincérum
sola fides súfficit.

Tantum ergo sacraméntum
venerémur cérnui,
et antíquum documéntum
novo cedat ritui;
praestet fides suppleméntum
sénsuum deféctui.

Genitori Genitóque
laus et iubilátio,
salus, honor, virtus quoque
sit et benedíctio;
procédenti ab utróque
compar sit laudátio. Amen.


Lauda Sion Salvatorem (Lobe, Zion, den Erlöser)

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Video-Link: https://youtu.be/qjyFJBABHFw

Lauda Sion“ als Gregorianischer Choral zum Anhören

Deutsch:

Deinen Heiland, Sion, preise,
lobe Ihn in Wort und Weise,
der dir Hirt und Führer ist.
Was du kannst, das sollst du wagen;
Ihm gebührend Lob zu sagen,
man vergebens sich vermisst.

Brot, des Lob das Lied verkündet,
das, lebendig, Leben zündet,
Beut sich heute festlich dar.
Dass Er es im heil’gen Saale
Den zwölf Brüdern gab beim Mahle,
ist ohn’ jeden Zweifel wahr.

Lob erschalle, Lob ertöne,
Gott genehm, voll hoher Schöne,
Sei des Herzens Jubellaut.
Denn das Fest wird heut begangen,
von des Tages Glanz umfangen,
Der uns dieses Pfand vertraut.

Neuen Königs Tafelrunde,
neues Lamm im Neuen Bunde
Hat des Alten End’ gebracht.
Neues treibt das Alte fort,
Schatten scheucht der Wahrheit Wort
und das Licht verbannt die Nacht.

Was beim Mahl durch Ihn geschehen,
das hieß Christus uns begehen
zum Gedächtnis Seinem Tod.
Treu befolgend heil’ge Lehren,
Weihen, unser Heil zu mehren,
Wir als Opfer Wein und Brot.

Wie des Christen Glaube lehret,
Brot in Christi Fleisch sich kehret,
und in Christi Blut der Wein.
Sehen kannst du’s nicht, noch fassen;
Starker Glaube wird’s nicht lassen
trotz Natur und Augenschein.

Unter beiderlei Gestalten,
Die als Zeichen nur hier walten,
Birgt sich göttliche Substanz.
Blut als Trank und Fleisch als Speise:
Christus ist auf beide Weise
Bei uns ungeteilt und ganz.

Wer Ihn aufnimmt, bei Ihm weilet,
Hat Ihn voll und ungeteilet,
ungebrochen, unbrechbar.
Einer nimmt und tausend nehmen,
gleichviel stets, soviel auch kämen,
immer bleibt Er, was Er war.

Gute kommen, Böse kommen,
doch nicht jedem will es frommen,
Leben bringt’s und Todesbann.
Bösen: Tod; den Guten: Leben;
Sieh, das Gleiche wird gegeben,
doch nicht Gleiches man gewann.

Wird die Hostie gespalten,
zweifle nicht! Lass Glauben walten,
jedem Teile bleibt erhalten
Doch des ganzen Vollgehalt.
Brechen kann man nur das Zeichen.
Doch nie dessen Sein erreichen;
nichts von Christus kann da weichen,
Weder Zustand, noch Gestalt.

Sieh, das Brot, der Engel Gabe,
wird den Pilgern hier zur Labe,
wahrhaft ist’s der Kinder Habe,
nicht den Hunden werft es hin.
Längst im Bild war’s vorbereitet:
Isaak, der zum Opfer schreitet,
Osterlamm, zum Mahl bereitet,
Manna nach der Väter Sinn.

Guter Hirt, Du wahre Speise,
Dich barmherzig uns erweise;
Nähre uns auf unsrer Reise;
Deine Güter, Jesu, weise
uns im wahren Lebensland.
Du, der alles weiß und leitet,
hier im Todestal uns weidet:
Dort, wo licht Dein Reich sich breitet,
sei uns Los und Tisch bereitet
In der Heiligen Verband. Amen. Alleluja.

Latein:

Lauda Sion Salvatórem,
Lauda ducem et pastórem
In hymnis et cánticis.
Quantum potes, tantum aude,
Quia maior omni laude,
Nec laudáre súfficis.

Laudis thema speciális
Panis vivus et vitális
Hódie propónitur.
Quem in sacrae mensa coenae
Turbae fratrum duodénae
Datum non ambígitur.

Sit laus plena, sit sonóra;
Sit iucúnda, sit decóra
Mentis iubilátio,
Dies enim solémnis ágitur
In qua mensae prima recólitur
Huius institútio.

In hac mensa novi Regis
Novum Pascha novae legis
Phase vetus términat.
Vetustátem nóvitas,
Umbram fugat véritas,
Noctem lux elíminat.

Quod in coena Christus gessit,
Faciéndum hoc expréssit
In sui memóriam:
Docti sacris institútis
Panem, vinum in salútis
Consecrámus hóstiam.

Dogma datur Christiánis,
Quod in carnem transit panis
Et vinum in sánguinem.
Quod non capis, quod non vides,
Animósa firmat fides
Praeter rerum órdinem.

Sub divérsis speciébus,
Signis tantum et non rebus,
Latent res exímiae:
Caro cibus, sanguis potus,
Manet tamen Christus totus
Sub utráque spécie.

A suménte non concísus,
Non confráctus, non divísus
Integer accípitur.
Sumit unus, sumunt mille,
Quantum isti, tantum ille,
Nec sumptus consúmitur.

Sumunt boni, sumunt mali,
Sorte tamen inaequáli,
Vitae vel intéritus.
Mors est malis, vita bonis,
Vide paris sumptionis
Quam sit dispar exitus.

Fracto demum sacraménto,
Ne vacílles, sed meménto
Tantum esse sub fragménto,
Quantum toto tégitur.
Nulla rei fit scissúra,
Signi tantum fit fractúra,
Qua nec status nec statura
Signáti minúitur.

Ecce panis Angelórum,
Factus cibus viatórum,
Vere panis filiórum,
Non mitténdus cánibus!
In figúris praesignátur,
Cum Isaac immolátur,
Agnus Paschae deputátur,
Datur manna pátribus.

Bone pastor, panis vere,
Jesu, nostri miserére,
Tu nos pasce, nos tuére,
Tu nos bona fac vidére
In terra vivéntium.
Tu qui cuncta scis et vales,
Qui nos pascis hic mortáles,
Tuos ibi commensáles,
Cohaerédes et sodáles
Fac sanctórum civium. Alleúja.


Sacris solemniis

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Sacris solemniis“ als Gregorianischer Choral zum Anhören

Deutsch:

Am heiligen Festtag wollen wir uns freuen,
aus tiefstem Herzen Lobeslieder singen;
das Alte weiche, neu soll alles werden,
der Sinn, das Lied und unser ganzes Tun.

Des letzten Mahles wollen wir gedenken,
da Christus seinen Jüngern, wie wir glauben,
das Lamm und auch das Brot zur Speise reichte,
so wie es im Gesetz der Väter stand.

Als nun das Lamm, das Vorbild, war genossen,
da reichte Gott der Herr mit eigenen Händen
sein Fleisch und Blut den Jüngern hin zur Speise,
er gab sich allen und auch jedem ganz.

Er bot den Schwachen seines Leibes Speise,
den Trauernden den Becher seines Blutes
und sprach: Nehmt hin den Kelch, den ich euch gebe!
Ihr sollt ihn trinken jetzt und immerdar.

So hat er dieses Sakrament begründet,
das nur die Priesterschaft verwalten sollte;
sie hat die Vollmacht, selbst es zu empfangen
und auszuspenden auch der Christenheit.

So wird das Engelsbrot zum Brot der Menschen,
das Himmelsbrot verdrängt des Vorbilds Zeichen.
O Wunder, das wir Menschen nie begreifen:
Der arme Knecht genießt den höchsten Herrn!

Dreieiniger Gott, erhöre unsre Bitten,
komm, such uns heim, so wie wir dich verehren,
führ uns auf deinem Pfad, den wir erstreben,
zum Lichte hin, in dem du ewig thronst! Amen.

Latein:

Sacris solemniis iuncta sint gaudia,
et ex praecordiis sonent praeconia;
recedant vetera, nova sint omnia,
corda, voces, et opera.

Noctis recolitur cena novissima,
qua Christus creditur agnum et azyma
dedisse fratribus, iuxta legitima
priscis indulta patribus.

Post agnum typicum, expletis epulis,
Corpus Dominica datum discipulis,
sic totum omnibus, quod totum singulis,
eius fatemur manibus.

Dedit fragilibus corporis ferculum,
dedit et tristibus sanguinis poculum,
dicens: Accipite quod trado vasculum;
omnes ex eo bibite.

Sic sacrificium istud instituit,
cuius officium committi voluit
solis presbyteris, quibus sic congruit,
ut sumant, et dent ceteris.

Panis angelicus fit panis hominum;
dat pants caelicus figuris terminum;
O res mirabilis: manducat Dominum
pauper, servus et humilis.

Te, trina Deitas unaque, poscimus:
sic nos tu visita, sicut te colimus;
per tuas semitas duc nos quo tendimus,
ad lucem quam inhabitas.


Verbum supernum prodiens

Deutsch:

Das Wort geht von dem Vater aus
und bleibt doch ewiglich zu Haus,
geht zu der Welten Abendzeit,
das Werk zu tun, das uns befreit.

Da von dem eignen Jünger gar
der Herr zum Tod verraten war,
gab er als neues Testament
den Seinen sich im Sakrament,

gab zwiefach sich in Wein und Brot;
sein Fleisch und Blut, getrennt im Tod,
macht durch des Mahles doppelt Teil
den ganzen Menschen satt und heil.

Der sich als Bruder zu uns stellt,
gibt sich als Brot zum Heil der Welt,
bezahlt im Tod das Lösegeld,
geht heim zum Thron als Siegesheld.

Der du am Kreuz das Heil vollbracht,
des Himmels Tür uns aufgemacht:
gib deiner Schar im Kampf und Krieg
Mut, Kraft und Hilf aus deinem Sieg.

Dir, Herr, der drei in Einigkeit,
sei ewig alle Herrlichkeit.
Führ uns nach Haus mit starker Hand
zum Leben in das Vaterland.

Amen.

Latein:

Verbum supernum prodiens,
Nec Patris linquens dexteram,
Ad opus suum exiens,
Venit ad vitæ vesperam.

In mortem a discipulo
Suis tradendus aemulis,
Prius in vitæ ferculo
Se tradidit discipulis.

Quibus sub bina specie
Carnem dedit et sanguinem;
Ut duplicis substantiæ
Totum cibaret hominem.

Se nascens dedit socium,
Convescens in edulium,
Se moriens in pretium,
Se regnans dat in praemium.

O salutaris hostia,
Quæ cæli pandis ostium,
Bella premunt hostilia;
Da robur, fer auxilium.

Uni trinoque Domino
Sit sempiterna gloria:
Qui vitam sine termino
Nobis donet in patria.

Amen.


Thomas von Aquin: Leben und Werk (Topos Taschenbücher)
LM Catholic St. Thomas Aquinas Medaille

Quellen:


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