Hl. Catherine Labouré

Zu den vielen Heiligen der katholischen Kirche, die im 20. Jahrhundert kanonisiert wurden, gehört auch die französische Ordensschwester Catherine Labouré. Auch wenn sie namentlich nicht ganz so bekannt ist wie andere Heilige, so kennen wir vermutlich alle die Wundertätige Medaille, die auf sie zurückgeht und weit über katholische Grenzen hinaus als Glücksbringer beliebt ist.

Portrait: Heilige Catherine Labouré

Wer war die hl. Catherine Labouré?

Catherine Labouré am 2. Mai 1806 als als achtes von zehn Kindern eines Landwirts in Fain-lès-Moutiers (Burgund) geboren. Ihr bürgerlicher Name war Zoé Labouré. Nach dem ihre Mutter am 9. Oktober 1815 gestorben war, zog sie zu ihrer Tante, kehrte aber nach zwei Jahren wieder nach Hause zurück und musste nun gemeinsam mit ihrer Schwester Tonine den Haushalt führen. Erst im Alter von 18 Jahren konnte sie die Schule besuchen, wo sie Lesen und Schreiben lernte. Zuerst arbeitete sie bei ihrem Bruder in Paris und anschließend in Châtillon-sur-Seine in einem Pensionat. Mit Erlaubnis ihres Vaters trat sie im Jahr 1830 trat sie dem Orden der Töchter der christlichen Liebe (Vinzentinerinnen) in Paris bei und nahm den den Ordensnamen Catherine an. In der Nacht vom 18./19. Juli 1830 hatte Catherine eine erste Marienerscheinung und zwei weitere am 27. November sowie im Dezember desselben Jahres in der Rue du Bac 140 in Paris (heutige „Kapelle unserer lieben Frau von der wundertätigen Medaille“). Darin gab Maria ihr den Auftrag zur Herstellung einer besonderen Medaille. Von ihren Visionen erzählte Catherine ihrer Oberin und ihrem Beichtvater Pater Aladele, die ihr beide anfangs nicht glaubten. Im Jahr 1832 erwirkte Pater Aladele vom Erzbischof de Quelen die Erlaubnis zum Prägen der Medaille. Aufgrund der mit dieser Medaille in Verbindung gebrachten wundersamen Heilungen, führte zu ihrem heute geläufigen Namen als „Wundertätige Medaille“. Die Verbreitung der Medaille wurde durch die Verkündigung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis Marias durch Papst Pius IX. am 8. Dezember 1854 beflügelt. Ihr restliches Leben arbeitete sie verborgen als gewöhnliche Krankenschwester in einem Altersheim in Enghien. Catherine starb am 31. Dezember 1876 in Paris. Ihr Leichnam wurde im Jahr 1933 unverwest aufgefunden.
Am 28. Mai 1933 wurde sie durch Papst Pius XI. selig und am 27. Juli 1947 durch Papst Pius XII. heilig gesprochen. Den Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 31. Dezember.


Lexikon der Heiligen und Namenstage
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Wundertätige Medaille

Zu den populärsten und den am weitesten verbreiteten katholischen Devotionalien gehört die „Wundertätige Medaille“, die nach einer Erscheinung von Maria im 19. Jahrhundert entstanden ist. Weltweit wurden von dieser Medaille mehr als eine Milliarde Exemplare verteilt.


Was ist eine Wundertätige Medaille?

Die „Wundertätige Medaille“, auch Wunderbare Medaille genannt, ist eine ovale Medaille, die auf die Marienerscheinung der heiligen Catherine Labouré zurückgeht. Jener wurde von Maria aufgetragen, Medaillen mit dem Bild der Erscheinung zu prägen und sie versprach ihr, dass alle, die sie tragen, große Gnaden empfangen werden:

Lass nach diesem Bild eine Medaille prägen! Alle, die sie tragen, werden große Gnaden erlangen. Überreich werden die Gnaden für jene sein, die sie mit Vertrauen tragen.

Ihren Namen „Wundertätige Medaille“ hat sie Berichten von wundersamen Heilungen zu verdanken, die dem Tragen bzw. Auflegen der Medaille zugeschrieben werden. Die Medaillen sind häufig recht sehr gearbeitet und können in religiösen Shops bzw. an Wallfahrtsorten günstig erworben werden. Bei der Medaille handelt es sich um ein von der katholischen Kirche anerkanntes Sakramentale.

Tipp! Damit die Medaille als Sakramentale wirken kann, muss sie vor dem Gebrauch durch einen Priester gesegnet werden, um auf diese Weise den Gottes Segen auf sie herabzurufen.

Wie ist die Wundertätige Medaille aufgebaut?

Die „Wundertätige Medaille“ ist entsprechend der Erscheinung Marias in der Vision der heiligen Catherine Labouré aufgebaut:

  1. Wundertätige Medaille - VorderseiteVorderseite: Maria steht mit ausgebreiteten Händen innerhalb eines ovalen Rahmens auf der Erdkugel und ist von den Worten „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen“ (in französisch: „Ô Marie, conçue sans péché, priez pour nous qui avons recours à vous“) umgeben. Die Finger der Hände versprühen Lichtstrahlen, die „das Sinnbild der Gnaden“ sind, die Maria über all jene ausgießt, die sie darum bitten.
  2. Wundertätige Medaille - RückseiteRückseite: Auf die Rückseite der Medaille ist ein großes „M“ aufgeprägt, aus dem ein Kreuz ragt, das von zwölf Sternen eingekreist ist. Darunter steigen Flammen aus zwei Herzen empor. Eines der beiden Herzen ist mit Dornen umgeben und soll das Herz Jesu symbolisieren, das andere hingegen ist von einem Schwert durchdrungen und soll das Herz Mariens darstellen.

Pater Aladel ließ die Medaille nach zwei Jahren der Prüfung im Jahr 1832 mit Erlaubnis des Erzbischofs von Paris ohne Erwähnung der heiligen Catherine Labouré prägen. Sie wurde vom Goldschmied Adrien Vachette entworfen. Von da an verbreitete sich die Medaille weltweit und auch etliche Päpste schätzten die Medaille und förderten ihre Verbreitung. Papst Gregor XVI. (1765-1846) ließ sie sich in den Fuß seines Brustkreuzes einfassen und Papst Pius X. (1835-1914) verschenkte sie gerne als Geschenk bei seinen Audienzen.


Welche Besonderheiten gibt es zur Wundertätigen Medaille?

Wer sich die Wundertätige Medaille von einem Priester auflegen lässt, kann an diesem Tag und unter Einhaltung der üblichen Ablassbedingungen(Empfang der Eucharistie, Beichte und Gebet in den Anliegen des Hl. Vaters) an folgenden Tagen einen vollkommenen Ablass erwerben:

  • Fest der Erscheinung der Wundertätigen Medaille (27. November) → von Papst Leo XIII. 1894 eingeführt,
  • an Ostern,
  • Fest der Unbefleckten Empfängnis (8. Dezember)
  • an seinem Sterbetag

Gebete

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.


Novene zu unsere Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille

O unbefleckte Jungfrau, Mutter Gottes und unsere Mutter,
mit großem Vertrauen in deine mächtige Fürsprache,
die uns schon so oft durch die Medaille bezeugt hast,
bitten wir dich demütig, uns jene Gnaden zu erweisen,
um die wir dich in dieser Novene bitten.
persönliche Bitten einfügen
O Jungfrau von der Wundertätigen Medaille,
die du der heiligen Katharina Labouré
in der Haltung der Mittlerin für die ganze Welt
und für jede einzelne Person erschienen bist,
wir übergeben unsere Bitten deinen Händen
und legen sie dir vertrauensvoll ans Herz.
Stelle sie deinem göttlichen Sohn vor und erhöre sie,
wenn sie seinem göttlichen Willen entsprechen
und unseren Seelen zum Heil sind.
Nachdem du deine Hände bittend zu Gott erhoben hast,
wende sie auch uns zu und hülle uns in deine Gnadenstrahlen ein,
erleuchte unseren Geist und reinige unsere Herzen,
damit wir unter deiner Führung eines Tages zur ewigen Freude gelangen.
Amen.

Dieses Gebet gilt es an neun Tagen hintereinander zu wiederholen.


Weihegebet

A. O Maria, Unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter, dir weihen und schenken wir uns unter dem Titel der Jungfrau von der Wunderbaren Medaille.
Möge diese Medaille für jeden von uns ein wahres Zeichen deiner Fürsorge und eine ständige Erinnerung unserer Pflichten dir gegenüber sein. Mögen
wir immer, wenn wir sie tragen, durch deinen liebenden Schutz besonders gesegnet und in den Gnadenstrom deines Sohnes eingeschlossen sein.
O mächtigste Jungfrau, Mutter unseres Erlösers, steh uns bei in jedem Augenblick unseres Lebens. Erbitte für uns, deine Kinder, die Gnade eines guten
Todes, auf daß wir immer, vereint mit dir, uns des himmlischen Segens erfreuen mögen. Amen.
V. O Maria ohne Sünde empfangen;
A. Bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen. (dreimal)


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Wundertätige Medaille - Unbefleckte Mutter Gottes

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