Gebetsleben

Nach dem hl. Thomas von Aquin übergibt der Mensch im Gebet seine Seele an Gott und versetzt sich ihm gegenüber in eine Haltung der Unterwerfung, denn ohne Gott als Urheber allen Gutes vermögen wir nichts. Das Gebet übertrifft alle anderen religiösen Akte im Dienst Gottes und ist zugleich das Mittel zur Erneuerung des Geistes. Ohne das Leben im Gebet – verbunden mit der durch die sakramentale Gnade bewirkte innere Umwandlung – können wir Christus nicht ausstrahlen. Aus diesem Grund ist jeder Christ aufgefordert sich im Gebetsleben einzuüben und regelmäßig die Sakramente zu empfangen.

Gebet als persönliche Gottesbeziehung

Bei einer Vielzahl von Christen beschränkt sich das regelmäßige Gebetsleben in einer gewissen Einseitigkeit, nämlich darin, dass sie nur ihre persönlichen Wünsche an Gott wie an einen Automaten formulieren. Das Gebet reduziert sich aber nicht nur auf das Bittgebet, sondern hat die Gottesbeziehung in ihrer ganzen Fülle zum Ziel, vergleichbar mit der Beziehung zu einem guten Freund, den wir ja auch nicht nur anrufen oder treffen, wenn wir ein bestimmtes Anliegen an ihn haben. Jesus selbst hat uns vorgelebt, wie wir die Beziehung zu Gott pflegen sollen, indem wir ihn als Vater anrufen und darauf vertrauen können, dass er immer bei uns ist, auch wenn wir ihn nicht immer spüren. Gott möchte letztlich mit jedem Menschen eine individuelle Beziehung aufbauen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich um ein umfassendes geistliches Leben zu bemühen, wobei dazu noch mehr gehört als nur das regelmäßige Abhalten von Gebetszeiten. So zählen ganz besonders der regelmäßige Empfang der Sakramente (Beichte und Eucharistie) dazu, ebenso wie das Streben um ein christliches Leben nach Gottes Geboten im Alltag, sei es in Familie oder Beruf. Wir sind zur Heiligkeit berufen und sollen uns deshalb stets bemühen im Stand der heiligmachenden Gnade zu bleiben.


Das Gebetsleben Jesu: Ermutigung und Herausforderung
Gregorianische Gesänge

Hinweis! Wir brauchen keine Angst vor Gott zu haben, denn er ist unser liebender himmlischer Vater, der nur das Gute für uns will. Alle zweifelhaften Gedanken und Ängste, die uns vom Gebet abhalten, stammen nicht von Gott und es gilt diese zu ignorieren.

Wie kann ich mein Gebetsleben gestalten?

Es ist nicht schwer sein Gebetsleben zu gestalten, wenn Du einige Dinge dabei beachtest:

  1. Wenn Du mit einem regelmäßigen Gebetsleben beginnen möchtest, so ist es empfehlenswert sich am Anfang nicht zu überfordern, sondern mit kleinen Schritten in Form von kurzen Gebetszeiten zu beginnen. Ansonsten besteht die Gefahr den guten Vorsatz für ein regelmäßiges Gebetsleben schnell zu vernachlässigen.
  2. Suche Dir einen geeigneten Platz zum Beten aus, an dem Du ungestört bist und Dich sammeln kannst. Ebenfalls solltest Du Dir feste Zeiten für das Gebet auswählen (z.B. morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen).
  3. Überlege Dir nun einen genauen Ablauf zur Gestaltung Deiner persönlichen Gebetszeit, um diese auch bewusst verrichten zu können.
  4. Wenn Du Dich etwas ins Gebetsleben eingeübt hast, empfiehlt sich eine Beschäftigung mit den unterschiedlichen Gebetsformen, die Dir dabei helfen die Gottesbeziehung weiter zu intensivieren. Probiere verschiedene Gebetsformen aus und schaue was am Besten zu Dir passt. Während der eine das Rosenkranzgebet bevorzugt, so mag der andere lieber das Herzensgebet usw.

Alle Tipps zur Gestaltung des Gebetslebens kurz zusammengefasst:

  • Beginne mit kurzen Gebeten.
  • Wähle feste Zeiten und such Dir einen ungestörten Ort.
  • Ablauf der Gebetszeit planen
  • Verschiedene Gebetsformen ausprobieren

Gebetsleben der Kirche

Die Kirche lehrt uns den Rhythmus eines Gebetslebens im Stundengebet (auch „Chorgebet“ bzw. „Brevier“), das von allen Priestern und Ordensleuten täglich verrichtet wird – sei es in der Welt oder im Kloster. Diese feststehenden Gebetszeiten haben ihren Ursprung im Psalmengebet der ersten Christen, die diese Praxis von den Juden übernahmen. Auch Laien können sich an diesen Gebetszeiten orientieren und Teile des Stundengebets wie z.B. die Laudes (Morgenlob), Vesper (Abendlob) oder Komplet (Nachtgebet) in ihre individuelle Gebetspraxis integrieren.


Gebetsformen für ein Gebetsleben

Das Gebetsleben lässt sich mit unterschiedlichen Gebetsformen füllen, auf die in den folgenden Beiträgen näher eingegangen wird:


Gregorianische Gesänge
Junker Kirchenbedarf Benediktusmedaille - Anhänger St Benedikt Medaillon mit Öse zum Aufhängen, Rand vergoldt Ø 2cm
Nazareth Market Store katholischen Gebet Rosenkranz Olivenholz Perlen Halskette Heiligen Boden Medaille & Metall Kreuz
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Letzte Aktualisierung am 15.12.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API