Bußgebete / Gebete für die Fastenzeit

Einen wichtigen Platz im Leben von Christen sollte die Buße bzw. das Bußgebet einnehmen, da es elementarer Bestandteil des Glaubens ist.


Was ist Buße und Bußgebet?

Die Buße bezeichnet die Hinwendung des Menschen zu Gott und zugleich die Abkehr vom Bösen und der Sünde. Durch die Buße wenden wir uns immer wieder aufs Neue von der Sünde ab und Gott zu. Wir bekennen mit der Buße unsere begangenen Sünden aus tiefem Herzen und halten uns den Schmerz der Sünde vor Augen. Wir rufen uns dabei den Opfertod Jesu am Kreuz für alle Sünden dieser Welt ins Gedächtnis, den er für uns auf sich genommen hat. Zugleich nehmen wir uns fest vor, unsere Lebensführung zu ändern. Dabei hat die Buße zwei Aspekte:

  1. Einerseits die innere Buße (Bußgesinnung), die eine innere Abkehr von unseren Sünden und einen festen Entschluss zur Neuausrichtung des ganzen Lebens beinhalten muss.
  2. Andererseits bedarf es der äußeren Buße (Bußwerke), bei der die innere Haltung mittels sichtbaren Handlungen und Werke (z.B. Fasten und Gebet) zum Ausdruck kommt.

Die Buße gehört somit zu den christlichen Grundhaltungen und wird durch unterschiedliche Formen zum Ausdruck gebracht wie Gebet, Fasten und Verzicht, Werke der Nächstenliebe sowie in der Versöhnung mit den Mitmenschen. Seinen besonderen Ausdruck bekommt die Buße im Sakrament der Beichte, nach dessen Empfang wir uns der Vergebung Gottes gewiss sein können, sofern wir Einsicht und Reue zeigen, keine Sünde verschweigen und den aufgetragenen Bußakt zur Genugtuung verrichten. Das Bußsakrament wurde durch Christus für alle sündigen Glieder seiner Kirche eingesetzt und biete ihnen eine neue Möglichkeit, sich zu bekehren und die Gnade der Rechtfertigung wieder zu erlangen.

Besonders in der 40-tägigen österlichen Fasten- und Bußzeit, die als Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung (Ostern) dient, sollen wir uns unserer Sünden und Vergänglichkeit bewusst werden. Ebenfalls gilt auch die Adventszeit als Bußzeit.

Im Laufe der Zeit haben sich auch spezielle Bußgebete entwickelt. Besonders die sieben Bußpsalmen im Alten Testament zeugen bereits vom Bewusstsein der menschlichen Schuld seit alter Zeit.


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Attende domine

Zu den beliebten Gesängen bzw. Gebeten der österlichen Bußzeit gehört die im 17. Jahrhundert in Frankreich entstandene Antiphon „Attende domine“. Diese wurde inhaltlich an einem Text aus dem alttestamentarischen Buch Baruch (Bar 3, 1-8) angelehnt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=YkA9pJSvjm0

Attende domine“ als Gesang zum Anhören

Deutsch:

Merk auf, o Herr,
und hab Erbarmen,
denn wir haben vor dir gesündigt.

1. Zu dir, o Höchster,
König und Erlöser,
erheben wir die
Augen voller Tränen.
Erhöre, Christus,
unser flehend’ Beten.

Merk auf, o Herr,
und hab Erbarmen,
denn wir haben vor dir gesündigt.

2. Du Hand des Vaters,
Eckstein deiner Kirche,
du Weg des Heiles,
Türe in den Himmel,
wasch ab die Flecken
unseres Vergehens!

Merk auf, o Herr,
und hab Erbarmen,
denn wir haben vor dir gesündigt.

3. Wir bitten, Gott, dich
hocherhabnen Herrscher:
heiligen Ohres
hör auf unsre Seufzer,
unsere Sünden
seh uns nach, o Sanfter!

Merk auf, o Herr,
und hab Erbarmen,
denn wir haben vor dir gesündigt.

4. Dir eingestehn wir
frevelhafte Sünden,
zerknirschten Herzens
beichten wir ‘s Verborgne.
Deine – Erlöser! –
Milde uns verzeihe!

Merk auf, o Herr,
und hab Erbarmen,
denn wir haben vor dir gesündigt.

5. Gefasst, doch schuldlos,
abgeführt, kein Wehrkampf,
mit falschen Zeugen
für das Volk verurteilt.
Die du erlöst hast,
hüte du, o Christus!

Merk auf, o Herr,
und hab Erbarmen,
denn wir haben vor dir gesündigt.

Latein:

Attende domine
et miserere,
quia peccavimus tibi.

1. Ad te Rex summe,
omnium Redemptor,
oculos nostros
sublevamus flentes:
exaudi, Christe,
supplicantum preces.

Attende domine
et miserere,
quia peccavimus tibi.

2. Dextera Patris,
lapis angularis,
via salutis,
ianua caelestis,
ablue nostri
maculas delicti.

Attende domine
et miserere,
quia peccavimus tibi.

3. Rogamus, Deus,
tuam maiestatem:
auribus sacris
gemitus exaudi:
crimina nostra
placidus indulge.

Attende domine
et miserere,
quia peccavimus tibi.

4. Tibi fatemur
crimina admissa:
contrito corde
pandimus occulta:
tua, Redemptor,
pietas ignoscat.

Attende domine
et miserere,
quia peccavimus tibi.

5. Innocens captus,
nec repugnans ductus;
testibus falsis
pro impiis damnatus;
quos redemisti,
tu conserva, Christe.

Attende domine
et miserere,
quia peccavimus tibi.


Stabat Mater

Beim „Stabat mater“ handelt es sich um eine Sequenz für die österliche Buß- und Fastenzeit, die nach ihren lateinischen Anfangsworten „Stabat mater dolorosa“ benannt wurde, was sich mit „Es stand die Mutter schmerzerfüllt“ übersetzen lässt. Als Autor der ursprünglich als Gedicht verfassten Sequenz werden entweder Papst Innozenz III. (1161-1216), Iacopone da Todi (1230-1306) oder Johannes Bonaventura (1221-1274) angenommen. Im Jahr 1521 wurde die Sequenz zwischenzeitlich in das Missale Romanum aufgenommen und im Zuge des Trienter Konzils wieder daraus entfernt. Zur Einführung des Festes „Gedächtnis der sieben Schmerzen Mariens“ („Septem Dolorum Beatae Mariae Virginis“) im Jahr 1727 wurde die Sequenz durch Papst Benedikt XIII. (1649-1730) wieder als Messtext ins Missale sowie als Hymnus in das Brevier der katholischen Kirche aufgenommen, wo sie in der überlieferten Form der römischen Liturgie bis heute ihren festen Platz hat. In der Musikgeschichte wurde das Stabat Mater von vielen berühmten Komponisten vertont wie u.a. Josquin, Palestrina, Haydn, Schubert und vielen anderen. Die bekannteste deutsche Übersetzung des Stabat mater ist das Lied „Christi Mutter stand mit Schmerzen“ von Heinrich Bone.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Sbej1UO2mf8

Das „Stabat mater“ als Gesang zum Anhören

Latein:

Stabat mater dolorosa
Iuxta crucem lacrimosa,
Dum pendebat filius;
Cuius animam gementem,
Contristantem et dolentem
Pertransivit gladius.

O quam tristis et afflicta
Fuit illa benedicta
Mater unigeniti!
Quae maerebat et dolebat,
Et tremebat, cum videbat
Nati poenas incliti.

Quis est homo, qui non fleret,
Matrem Christi si videret
In tanto supplicio?
Quis non posset contristari,
Piam matrem contemplari
Dolentem cum filio?

Pro peccatis suae gentis
Iesum vidit in tormentis
Et flagellis subditum.
Vidit suum dulcem natum
Morientem, desolatum,
Cum emisit spiritum.

Eia, mater, fons amoris,
Me sentire vim doloris
Fac, ut tecum lugeam.
Fac, ut ardeat cor meum
In amando Christum Deum,
Ut sibi complaceam.

Sancta mater, illud agas,
Crucifixi fige plagas
Cordi meo valide.
Tui nati vulnerati,
Iam dignati pro me pati,
Poenas mecum divide.

Fac me vere tecum flere,
Crucifixo condolere,
Donec ego vixero.
Iuxta crucem tecum stare,
Te libenter sociare
In planctu desidero.

Virgo virginum praeclara,
Mihi iam non sis amara,
Fac me tecum plangere.
Fac, ut portem Christi mortem,
Passionis eius sortem
Et plagas recolere.

Fac me plagis vulnerari,
Cruce hac inebriari
Ob amorem filii.
Inflammatus et accensus,
Per te, virgo, sim defensus
In die iudicii.

Fac me cruce custodiri,
Morte Christi praemuniri,
Confoveri gratia.
Quando corpus morietur,
Fac ut anima donetur
Paradisi gloriae.

Deutsch (Heinrich Bone):

Christi Mutter stand mit Schmerzen
bei dem Kreuz und weint von Herzen,
als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer,
schneidend unter Todesschauer,
jetzt das Schwert des Leidens ging.

Welch ein Schmerz der Auserkornen,
da sie sah den Eingebornen,
wie er mit dem Tode rang.
Angst und Jammer, Qual und Bangen,
alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.

Ist ein Mensch auf aller Erden,
der nicht muss erweichet werden,
wenn er Christi Mutter denkt,
wie sie, ganz von Weh zerschlagen,
bleich da steht, ohn alles Klagen,
nur ins Leid des Sohns versenkt?

Ach, für seiner Brüder Schulden
sah sie ihn die Marter dulden,
Geißeln, Dornen, Spott und Hohn;
sah ihn trostlos und verlassen
an dem blutgen Kreuz erblassen,
ihren lieben einzgen Sohn.

O du Mutter, Brunn der Liebe,
mich erfüll mit gleichem Triebe,
dass ich fühl die Schmerzen dein;
dass mein Herz, im Leid entzündet,
sich mit deiner Lieb verbindet,
um zu lieben Gott allein.

Drücke deines Sohnes Wunden,
so wie du sie selbst empfunden,
heilge Mutter, in mein Herz!
Dass ich weiß, was ich verschuldet,
was dein Sohn für mich erduldet,
gib mir Teil an seinem Schmerz!

Lass mich wahrhaft mit dir weinen,
mich mit Christi Leid vereinen,
so lang mir das Leben währt!
An dem Kreuz mit dir zu stehen,
unverwandt hinaufzusehen,
ist’s, wonach mein Herz begehrt.

O du Jungfrau der Jungfrauen,
woll auf mich in Liebe schauen,
dass ich teile deinen Schmerz,
dass ich Christi Tod und Leiden,
Marter, Angst und bittres Scheiden
fühle wie dein Mutterherz!

Alle Wunden, ihm geschlagen,
Schmach und Kreuz mit ihm zu tragen,
das sei fortan mein Gewinn!
Dass mein Herz, von Lieb entzündet,
Gnade im Gerichte findet,
sei du meine Schützerin!

Mach, dass mich sein Kreuz bewache,
dass sein Tod mich selig mache,
mich erwärm sein Gnadenlicht,
dass die Seel sich mög erheben
frei zu Gott in ewgem Leben,
wann mein sterbend Auge bricht!


Nimm weg von mir meine Sünden

O Herr, der du Erbarmen hast mit uns,
nimm weg von mir meine Sünden,
und entzünde in mir das Feuer deines Heiligen Geistes.
Nimm weg von mir dies Herz von Stein,
und gib mit ein Herz von Fleisch und Blut,
ein Herz, dich zu lieben und zu verehren,
ein Herz, das Freude daran findet,
dir zu folgen und zu gefallen

Ambrosius von Mailand (339-397)


Handle an mir nicht, wie es meine Sünden verdienen

O Herr, allmächtiger Gott,
ich weiß, dass ich alles von dir empfangen habe
und aus mir selbst nichts bin und kann.
Um deiner Güte willen bitte ich dich in Demut,
handle an mir nicht, wie es meine Sünden verdienen,
sondern nach deiner großen Barmherzigkeit.
Sende mir den Geist der Heiligkeit,
damit er mein Herz erleuchte und stärke,
auf dem Weg deiner Gebote zu gehen,
dass ich in dem verharre,
was ich durch deine Eingebung
als das Rechte erkannt habe,
und das keine Versuchung
mich davon abzuhalten vermag.

Birgitta von Schweden (1303-1373)


Beim Anblick eines Kreuzes

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich;
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
O lass dein bitteres Leiden und Sterben an mir
armen Sünder nicht verloren sein. Amen.


Bußpsalm: Ps 51,3-21

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten,
meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt,
ich habe getan, was böse ist in deinen Augen.

Siehe, in Schuld bin ich geboren
und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Siehe, an Treue im Innersten hast du Gefallen,
im Verborgenen lehrst du mich Weisheit.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein;
wasche mich und ich werde weißer als Schnee!

Lass mich Entzücken und Freude hören!
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.

Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden,
tilge alle Schuld, mit der ich beladen bin!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz
und einen festen Geist erneuere in meinem Innern!

Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht,
deinen heiligen Geist nimm nicht von mir!

Gib mir wieder die Freude deines Heils,
rüste mich aus mit dem Geist der Großmut!

Ich will die Frevler deine Wege lehren
und die Sünder kehren um zu dir.

Befreie mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heils,
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit!

Herr, öffne meine Lippen,
damit mein Mund dein Lob verkünde!

Schlachtopfer willst du nicht,
ich würde sie geben,
an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Schlachtopfer für Gott ist ein zerbrochener Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

Nach deinem Wohlgefallen tu Gutes an Zion,
erbaue wieder die Mauern Jerusalems!

An Schlachtopfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und an Ganzopfern hast du Gefallen,
dann wird man auf deinem Altar Stiere opfern.


Bußpsalm: Ps 6, 2-11

Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn
und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

Sei mir gnädig, Herr, denn ich welke dahin;
heile mich, Herr, denn meine Glieder erstarren vor Schrecken!

Meine Seele ist tief erschrocken.
Du aber, Herr – wie lange noch?

Herr, wende dich mir zu und errette mich,
um deiner Güte willen bring mir Hilfe!

Denn im Tod gibt es kein Gedenken an dich.
Wer wird dich in der Totenwelt preisen?

Ich bin erschöpft vom Seufzen,
jede Nacht benetze ich weinend mein Bett,
ich überschwemme mein Lager mit Tränen.

Mein Auge ist getrübt vor Kummer,
ist matt geworden wegen all meiner Gegner.

All ihr Übeltäter, weicht zurück von mir,
denn der Herr hat mein lautes Weinen gehört!

Gehört hat der Herr mein Flehen,
der Herr nimmt mein Beten an.

In Scham und tiefen Schrecken geraten all meine Feinde,
sie müssen sich wenden, werden plötzlich beschämt.


Bußpsalm: Ps 32, 2-11

Selig der, dessen Frevel vergeben
und dessen Sünde bedeckt ist.

Selig der Mensch, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt
und in dessen Geist keine Falschheit ist.

Solang ich es verschwieg, zerfiel mein Gebein,
den ganzen Tag musste ich stöhnen.

Denn deine Hand liegt schwer auf mir bei Tag und bei Nacht;
meine Lebenskraft war verdorrt wie durch die Glut des Sommers.

Da bekannte ich dir meine Sünde
und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.

Ich sagte: Meine Frevel will ich dem Herr bekennen.
Und du hast die Schuld meiner Sünde vergeben.

Darum soll jeder Fromme zu dir beten;
solange du dich finden lässt.

Fluten hohe Wasser heran,
ihn werden sie nicht erreichen.

Du bist mein Schutz, du bewahrst mich vor Not
und rettest mich und hüllst mich in Jubel.

Ich unterweise dich
und zeige dir den Weg, den du gehen sollst.

Ich will dir raten,
über dir wacht mein Auge.

Werdet nicht wie Ross und Maultier,
die ohne Verstand sind.

Mit Zaum und Zügel muss man ihr Ungestüm bändigen,
sonst bleiben sie nicht in deiner Nähe.

Der Frevler leidet viele Schmerzen,
doch wer dem Herrn vertraut,
den wird er mit seiner Huld umgeben.

Freut euch am Herrn und jauchzt, ihr Gerechten,
jubelt alle, ihr Menschen mit redlichem Herzen!


Bußpsalm: Ps 130, 1-0

Aus den Tiefen rufe ich,
Herr, zu dir: Mein Herr, höre doch meine Stimme!

Lass deine Ohren achten auf mein Flehen um Gnade.

Würdest du, Herr, die Sünden beachten,
mein Herr, wer könnte bestehn?

Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den Herrn,
es hofft meine Seele, ich warte auf sein Wort.

Meine Seele wartet auf meinen Herrn mehr als Wächter auf den Morgen,
ja, mehr als Wächter auf den Morgen.

Israel, warte auf den Herrn,
denn beim Herrn ist die Huld,
bei ihm ist Erlösung in Fülle.

Ja, er wird Israel erlösen aus all seinen Sünden.


Bußpsalm: Ps 143, 1-12

Herr, höre mein Bittgebet, vernimm doch mein Flehen,
in deiner Treue antworte mir, in deiner Gerechtigkeit!

Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht;
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir!

Ja, der Feind verfolgte mich, trat mein Leben zu Boden,
ließ mich in tiefer Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

Daher schwand mir mein Lebensgeist,
mein Herz erstarrt in meinem Innern.

Ich gedachte der Tage der Vorzeit, erwog all deine Taten,
ich sinne nach über das Werk deiner Hände.

Ausgebreitet habe ich meine Hände zu dir,
wie erschöpftes Land ist vor dir meine Seele.

Eile, Herr, gib mir Antwort,
denn es erlischt mein Lebensgeist!

Verbirg vor mir nicht dein Angesicht,
sonst gleiche ich denen, die hinabfahren in die Grube.

Lass mich am Morgen deine Huld erfahren,
denn auf dich vertraute ich!

Lass mich den Weg erkennen, den ich gehen soll,
denn zu dir erhob ich meine Seele!

Entreiß mich meinen Feinden,
Herr zu dir nehme ich meine Zuflucht!

Lehre mich tun, was dir gefällt, denn du bist mein Gott!
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Land.

Um deines Namens willen, Herr, wirst du mich am Leben erhalten,
wirst du mich herausführen in deiner Gerechtigkeit aus der Drangsal meiner Seele.

In deiner Huld wirst du meine Feinde vernichten,
du wirst zugrunde gehen lassen alle Bedränger meiner Seele, weil ich dein Knecht bin.


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Attende Domine
Die Beichte: Grundkurs

Quellen:


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